Century Media Records - The Number ONE in Metal worldwide


Monuments
The Amanuensis
20.06.2014
CD & Digtital Download


John Browne
(Guitar)
Olly Steele
(Guitar)
Adam Swan
(Bass)
Mike Malyan
(Drums)
Chris Barretto
(Vocals, Saxophone)


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Die transkontinentalen Metaller MONUMENTS haben einen weiten Weg hinter sich, seit sie als Nebenprojekt von John Browne (damals Gitarre in Fellsilent) und Josh Travis (damals Gitarre in The Tony Danza Tapdance Extravaganza) gestartet sind. Mit ihrem Überraschungsauftritt bei BBC Radio 1 und ihrem Full-Length-Debüt „Gnosis” fanden sie sofort eine fanatische Anhängerschaft. Für ihren anspruchsvollen und doch Song-orientierten Ansatz zu harter Musik gefeiert, haben MONUMENTS die Progressive-Metal-Lücke überbrückt wie wenige andere vor ihnen. Auf der einen Seite haben sie den Hörer herausgefordert: „Gnosis“ war voll von bewusstseinsverändernden Wetten-du-kannst-das-nicht-spielen?-Passagen. Auf der anderen Seite empfanden die Fans eine tiefe Verbindung mit Melodie-geladenen Songs wie „97% Static” und „Empty Vessels”.

Schneller Vorlauf: Zwei produktive Jahre später haben sich MONUMENTS – nun mit Chris Barretto (Ex-Periphery, Ever Forthright) am Mikro – enorm gemausert. Während sie nach wie vor instrumentaler Gymnastik frönen und Fans mit ihren musikalischen Fähigkeiten beeindrucken, haben sie sich auch darauf ausgerichtet, monumentale und unglaublich eingängige Songs für ihr neues Album „The Amanuensis“ zu schreiben. Größerer, böserer und epischerer Stoff als zuvor. Wenn „97% Static” und „Empty Vessels” im Hirn hängengeblieben sind, dann treffen neue Songs wie „I, The Creator”, „The Alchemist” und „Origin Of Escape” sowohl den Kopf, als auch den Körper und das Herz mit voller Macht. „Den Refrain von 'The Alchemist' mag ich wirklich sehr“, grinst Gitarrist John Browne. „Er ist sehr simpel, aber ich denke, dass dieser Teil richtig gigantisch und losgelöst klingen wird, wenn wir ihn live spielen. Auch das Ende von 'I, The Destroyer' gefällt mir sehr – doch generell kann ich mich gar nicht auf einen einzelnen Teil oder Song fokussieren. Ich bin mit allen Songs absolut glücklich.“

Tatsächlich ist „The Amanuensis” eine Gesamterfahrung. Selbst Brownes Mutter ist davon beeindruckt: „Ich weiß, dass meine Mutter das Album aus ihrem Auto rausdonnern wird, so wie sie es schon bei 'Gnosis' gemacht hat. Sie liebt Groove.“

Wenn man sich bei MONUMENTS und Browne im Jahr 2014 einer Sache sicher sein kann, dann der, dass sie mit „The Amanuensis“ sinnlose Klassifikationen umgehen wollen. Besonders prangern sie in diesem Zusammenhang ihre angebliche Zuordnung zum Djent an. „Musik ist Musik“, sagt Browne. „Sie hat immer zwölf Noten. Der einige Unterschied liegt darin, wie man sie ausdrückt, daher benutzen wir diese ziemlich albernen Wörter, um zu versuchen, einen Sound zu beschreiben. Es ergibt aber überhaupt keinen Sinn, mit dem Wort 'Djent' ein Genre zu beschreiben. Der Klang, auf den sich das Wort bezieht, wird gar nicht von vielen Bands verwendet, die unter diesem Begriff klassifiziert werden. Für mich ist Progressive Metal eine viel bessere Beschreibung für unsere Musik – mit einer odentlichen Dosis Groove darin.“

„The Amanuensis” – zumindest der Titel – wurde von David Mitchells Roman „Der Wolkenatlas“ inspiriert, dessen komplexe Handlungslinien die perfekte Analogie zu MONUMENTS bilden. Musikalisch verflechtet die Band verschiedene Themen, Motive und Professor-artige Notizzettel-Berechnungen mit eleganter Leichtfertigkeit. Doch textlich stammt „The Amanuensis“ von einem völlig anderen Ort. „Das Album handelt vom Samsara-Zyklus“, verrät Browne. „Die zyklische Existenz des Lebens, an die wir alle gebunden sind. Chris hat eine komplette Story um die Lyrics herum geschrieben, die irgendwann vielleicht mal das Tageslicht erblicken wird. Es ist die Geschichte von Samsara.“

Aufgenommen im Monnow Valley Studio (Black Sabbath, Rush, Led Zeppelin) in Wales, den Audiohammer Studios (The Black Dahlia Murder, The Contortionist) in Florida und Brownes eigenem Studio Bear Noize Studio in England, erweist sich „The Amanuensis” als kraftvoll und klar – es ist ein resolutes musikalisches Statement. Das Zweitwerk der Band ist außerdem die reduzierteste Produktion der Bandgeschichte: Bewusst haben MONUMENTS auf Drum-Trigger und Studio-Tricksereien verzichtet. „Metal hat irgendwie dieses Live-Element in der Produktion verloren“, findet Browne. „Alle Bands klingen viel zu perfekt. Außerdem sind die Alben keine echte Repräsentation mehr davon, wie die Bands in einer Live-Umgebung klingen. Wir wollten genau so klingen, wie wir es auch in Wirklichkeit tun, wenn wir unsere Instrumente spielen. Und das Ergebnis ist großartig!“

Mit einem neuen Sänger – Browne bezeichnet Barretto als „einen Musiker, der es einem leicht macht, miteinander Ideen auszuarbeiten“ – bringen MONUMENTS den Progressive Metal nun auf das nächste Level. Die leidenschaftliche Fanbase der Band wird Tracks wie „Atlas”, „Garden Of Sankhara” und das unglaublich coole „Quasimodo” mit Sicherheit vergöttern. „Hoffentlich haben sie danach das Gefühl, jene Reise absolviert zu haben, auf die wir sie mitnehmen wollten. Es ist ein ziemlich unerbittliches Album, das jedoch mit diversen monumentalen Hooklines im Gesang aufwartet. Wir hoffen, dass dieses Album in den Köpfen der Hörer hängen bleibt. Es zu schreiben, hat jedenfalls unglaublich viel Spaß gemacht.“

MONUMENTS sind John Browne (Gitarre), Olly Steele (Gitarre), Adam Swan (Bass), Mike Malyan (Drums, Samples) und Chris Barretto (Vocals, Saxofon). Die Genialität von MONUMENTS kann man diesen Sommer auch auf der Support-Tour für ihr umwerfendes neues Album „The Amanuensis” erfahren.

(von Chris Dick / Decibel Magazine)